
Könnt ihr euch noch an diesen Post erinnern: Wie ich finanzielle Ziele setze (und welche ich aktuell verfolge) ?
Nun, was soll ich sagen: Heute werfe ich das alles über den Haufen. Denn es ist seitdem doch einfach einiges passiert.
- Unser Auto wurde finanziert und ich musste mir eingestehen, dass ich mich mit den Schulden doch so garnicht wohlfühle.
- Da wir unser Vermietern, die im gleichen Haus wohnen, mit einem Kind so garnicht einverstanden sind, sparen wir nicht auf ein Haus, sondern ziehen noch zum 1.12. um. Dafür wurde aber, da wir nicht genügend Geld auf dem Hauskonto hatten, auch der Notgroschen angelangt…
- Mein Freund sehnt sich nach beruflicher Veränderung. Das finde ich super und unterstütze ihn voll, was aber eine finanzielle Umplanung notwendig macht.
Wenn wir einmal gesetzte Ziele verwerfen, lässt sich das schnell als Schwäche oder als Aufgeben interpretieren. Ich sehe es aber anders, ganz nach dem Spruch „Das Leben passiert, während du andere Pläne machst“. Wieso sollte ich mich an einem Plan festhalten, wenn sich alles andere, die äußeren Umstände, in eine völlig andere Richtung entwickeln?
Wieso sagen wir nicht, dass es von Flexibilität zeugt, wenn man seine Ziele den Umständen anpassen kann? Natürlich sollte das nicht alle paar Wochen passieren, denn dann sind wir vermutlich einfach unbeständig. Aber es ist wichtig, sein Leben zu kontrollieren und das Ruder rumzureißen, wenn man merkt, dass der eingeschlagene Kurs nicht stimmt – und dann sogar besser nicht zu spät.
Jedenfalls liegt das Hauptaugenmerk nun auf dem Abzahlen des Autos. Und das will ich statt in 48 Monaten in maximal 14 Monaten schaffen (die Deadline ist also Dezember 2020). Dafür wird das 600€-Projekt weitergeführt, aber natürlich wird auch ein fester Sparbetrag auf ein Tagesgeldkonto überwiesen.
Auch wenn ich bis April 10.000€ ansparen wollte, das Kind und besonders der Umzug machen da jetzt doch einen ziemlichen Strich durch die Rechnung. Aber ich will versuchen 5000€ bis dahin anzusparen. Dann würde ich das Auto schon deutlich früher abbezahlen können. Also drückt mir die Daumen 😉
Anschließend möchte ich den Notgroschen wenigstens wieder auf 6000€ hochpäppelt. Und dann erst wird sich wieder um ein Haus gekümmert. Denn nachdem wir uns dafür entschieden hatten, doch wieder zu mieten war klar: Nochmal umziehen werden wir erst in 5-10 Jahren (Zwischen Mai 2018 und Dezember 2019 sind wir beide nämlich dreimal umgezogen, wir haben erstmal die Schnauze voll!)
In einigen Wochen beginnt das neue Jahr. Dann werden wir uns wieder zusammensetzen und Ziele formulieren. Dann bekommt ihr auch wieder eine detailliertere Ansicht, was wir wie anpacken wollen. Bis dahin muss eine solche kurze Info reichen 🙂
Wie seht ihr das, wenn ihr Ziele über den Haufen werft? Flexibel oder Scheitern?
Liebe Güße,
Daniela
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