Wir reduzieren auf ein Auto

Wer mir auf Instagram folgt, der hat es vielleicht gesehen: Wir haben ein neues Auto!

Ja, das haben wir uns gegönnt, nicht zuletzt, weil wir Nachwuchs erwarten. Aber der Mann im Haus fuhr einen Dreitürer, der mit Kind echt ungünstig war. Außerdem war das ein Kleinwagen, und der Mann im Haus hat langsam aber sicher – man(n) wird ja nicht jünger – wirklich Probleme sich mit seinen fast 2m Körpergröße da reinzuzwingen.

Doch auch, wenn unser neues Auto ein absolutes Upgrade gegenüber seinem Auto ist, haben wir doch reduziert: Denn beide unsere Autos sind nun weg.

Ja, ich hatte schon länger überlegt, mein Auto zu verkaufen. Nicht zuletzt, weil ich nun in Elternzeit bin und deswegen nicht mehr zur Arbeit pendeln muss (sind wir ehrlich, das Auto stand auch zu dieser Zeit mehr rum als alles andere). Und auch nach der Elternzeit werde ich nicht mehr pendeln müssen, dazu ein andermal mehr.
Auch finanziell hat mich das Thema Auto in letzter Zeit sehr beschäftigt. Denn neben dem monatlichen Sprit (bzw. LPG, das ist günstiger) von etwa 40€, was immerhin 480€ im Jahr sind (und da sind Urlaubsfahrten nicht mal mit drin) kommt da jährlich noch über 500€ Versicherung, mindestens 500€ Reperaturen und TÜV und alle paar Jahre neue Reifen dazu. Bei meinem Freund ist das sogar noch ein bisschen mehr, denn er fährt Benzin, sein Auto ist älter (und braucht deswegen mehr Pflege) und diese Mehrkosten werden auch nicht durch die günstigere Versicherung kompensiert.

Wir rechnen daher damit, dass wir jährlich etwa 1500€ sparen können. Unser neues Autofährt mit LPG, ist bereits 5 Jahre alt und wird finanziert.

Moment, ihr finanziert??

Ja, wir finanzieren. Die Zinsen sind niedrig und weil wir ein Kind erwarten, wollten wir unsere Ersparnisse nicht für ein Auto opfern. Ich habe ja auch bereits in meinen Post über meine Ziele erklärt, dass wir auf ein Haus oder eine Wohnung sparen und deswegen nicht das ganze Geld für ein Auto ausgeben wollen, weil das bedeuten würde, dass wir wieder von Null anfangen würden.
So haben wir uns für eine 48-Monate-Finanzierung entschieden, die wir aber recht wahrscheinlich früher ablösen können. Und wenn ich richtig gerechnet habe (und nichts absolut besonderes passiert), sollte das Mitte/Ende 2022 der Fall sein.

Natürlich werden jetzt viele denken, Schulden seien schlecht. Nun, ich sehe Schulden eigentlich, genauso wie Geld generell, eher als Werkzeug an, das richtig genutzt werden muss. Aber dazu lieber ein andermal mehr.

Wie soll das funktionieren – Kind und nur ein Auto?

Man will sich garnicht vorstellen, dass es eine Zeit gab, dass nur ein Auto pro Familie der Standard war. Ich kann mich auch daran erinnern, dass meine Mutter sich erst ein Auto angeschafft hat, als ich schon älter war. Vorher wurde sich halt abgesprochen oder der Öffentliche Nahverkehr genutzt.
Und genauso wollen wir das auch machen. Wir sprechen ab, wann ich das Auto brauche. Dann fahre ich den Mann entweder zur Arbeit oder er fährt Bus oder Fahrgemeinschaft. Und alles, was im Umkreis liegt, das mache ich auch mit dem Bus oder dem Zug. Auch auf dem Land ist das möglich.

Es wird natürlich eine Umstellung, aber es sind die unkomfortablen Dinge, die uns weiterbringen. Später, wenn wir dann Millionäre sind, kann ich mir dann wieder ein Auto kaufen – und dann wirds ein Tesla 😉

Was habt ihr schonmal geopfert, aus finanziellen Gründen oder vom Menschenverstand her? Schreibt es mir doch in die Kommentare.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!

Daniela

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